Skip to content

Workshop: Fortgeschrittenes Mentaltraining (3-4 Stunden)

Überblick

Dieser Workshop ist ein fortgeschrittenes, 3- bis 4-stündiges Theorieseminar für 6 bis 8 Spitzenspieler, das sich auf tiefgreifende psychologische Arbeit und das Lernen aus der Auseinandersetzung mit Verletzlichkeit konzentriert. Er geht über grundlegende mentale Fähigkeiten hinaus und erforscht das innere Spiel auf einer tiefgreifenden Ebene.

Dieser Leitfaden enthält zwei Abschnitte.

  • Für Teilnehmer – Was die Spieler erleben und lernen werden
  • Für Moderatoren – Wie Sie als Koordinator für mentale Leistungsfähigkeit den Workshop durchführen

Unterschiede zur Anfängersitzung:

  • Anfänger (2-3 Std.): Einführung in die Konzepte des mentalen Trainings → Siehe Mental Journey Guide
  • Fortgeschritten (3-4 Std.): Tiefgehende psychologische Arbeit mit Übungen zur Verletzlichkeit (diese Seite)

Schnellzugriff

AbschnittZweckZugang
Für TeilnehmerWas Sie erwartet und wie Sie sich vorbereiten könnenAbschnitt anzeigen
Für ModeratorenVollständiger Sitzungsleitfaden und ÜbungenAbschnitt anzeigen
SitzungsmaterialienÜbungen und ArbeitsblätterMaterialien ansehen
Verwandte LeitfädenAndere TrainingsformateMentale ReiseTrainingslager

Für Teilnehmer

Was Sie erwartet

Dies ist kein typisches Training. Sie werden sich intensiv mit den mentalen und emotionalen Aspekten des Pétanque auseinandersetzen, über die selten offen gesprochen wird.

Dieser Workshop ist:

  • ✅ Ein sicherer Raum, um innere Gedanken und Ängste zu erforschen
  • ✅ Lernen auf Basis von Verletzlichkeit mit Teammitgliedern
  • ✅ Zusammenhang zwischen mentalen Mustern und Leistung
  • ✅ Aufbau psychologischer Intelligenz im Team

Dieser Workshop ist NICHT:

  • ❌ Technisches Coaching oder Taktiktraining
  • ❌ Therapie oder Beratung
  • ❌ Reden zum positiven Denken oder zur Motivation
  • ❌ Urteil oder Kritik

Sitzungsstruktur

Gesamtdauer: 3-4 Stunden Gruppengröße: 6-8 Spieler Format: Gesprächsrunde mit strukturierten Übungen

Was Sie lernen werden

Phase 1: Grundlagen (60 Min.)

  • Grundregeln für psychologische Sicherheit
  • Die "Check-in-Matrix" – Bestätigung Ihres aktuellen Zustands
  • Der „Eisberg des Boule“ – verborgene Gedanken entdecken

Phase 2: Konzentriertes Arbeiten (90 Min.)

  • Erstellen Sie Ihr "Benutzerhandbuch" für Teammitglieder
  • Zusammenhang zwischen mentalen Mustern und Leistung
  • „Angst mit Hut“ – Isolation durch geteilte Verletzlichkeit überwinden

Phase 3: Integration (45 Min.)

  • Den inneren Kritiker in einen inneren Coach verwandeln
  • Erstellung von Teamprotokollen für den Wettbewerb
  • Praktische Tipps für die Piste

Phase 4: Abschluss (15 Min.)

  • Reflexion und Engagement
  • Nachbetreuung

Grundregeln

Vor Beginn der Sitzung erklären sich alle Teilnehmer mit Folgendem einverstanden:

Der Container – Wesentliche Grundregeln

  1. Vertraulichkeit – Was hier gesagt wird, bleibt hier.
  2. Die Vegas-Regel – Lektionen verlassen den Raum, Geschichten bleiben.
  3. Keine Reparaturversuche – Beobachten und verstehen, nicht versuchen, das Problem zu lösen.
  4. Recht auf Weiterkommen – Schutzbedürftigkeit darf nicht erzwungen werden
  5. Respektiere den Prozess – Vertraue dem Unbehagen.

Was Sie mitbringen sollten

Erforderlich:

  • Offenheit und Bereitschaft zum Teilen
  • Ihre eigenen Erfahrungen und Herausforderungen
  • Respekt vor der Verletzlichkeit anderer

Optional:

  • Notizbuch für persönliche Reflexionen
  • Fragen zu spezifischen mentalen Herausforderungen

Wichtigste Aktivitäten, die Sie erleben werden

Die Check-in-Matrix

Ordne dich in ein Raster aus Energie und Stimmung ein. Akzeptiere, dass wir alle unterschiedliche Zustände haben.

Der Eisberg des Boule

Erforsche, was unter der Oberfläche vor sich geht – die Gedanken und Ängste, die niemand sieht.

Benutzerhandbuch

Erstellen Sie eine Bedienungsanleitung für sich selbst, damit Ihre Teamkollegen wissen, wie sie Sie unterstützen können.

Angst im Hut

Teile anonym deine tiefsten Ängste und erhalte Bestätigung von Gleichgesinnten. Durchbrich die Isolation.

Umdeutung des inneren Kritikers

Verwandle harsche Selbstgespräche in unterstützende Coaching-Sprache.

Nach dem Workshop

Sie werden mitnehmen:

  • Ein tieferes Verständnis Ihrer mentalen Muster
  • Teamprotokolle zur gegenseitigen Unterstützung
  • Umformulierte Formulierungen des Inneren Coaches
  • Verbindung zu Teammitgliedern durch geteilte Verletzlichkeit
  • Praktische Instrumente für den Wettbewerb

Nachwirkungen der Sicherheitslücke

Nach einem so offenen Austausch fühlen Sie sich vielleicht verletzlich oder bereuen es. Das ist normal. Die Moderatorin/Der Moderator meldet sich innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen. Denken Sie daran: Was Sie geteilt haben, hat allen geholfen.


Für Moderatoren

Ihre Rolle als Koordinator für mentale Leistungsfähigkeit

Als Mental Performance Coordinator (MPC) moderieren Sie intensive Gespräche über die mentale Komponente des Sports und schaffen so eine psychologische Sicherheit, die sich positiv auf die Leistung auf der Piste auswirkt.

Kritisches Konzept

Sie sind kein technischer Trainer oder Therapeut. Ihre Rolle besteht darin, ein auf Verletzlichkeit basierendes Lernverfahren zu fördern, das den Spielern hilft, den Zusammenhang zwischen ihren inneren Gedanken und ihrer Leistung zu verstehen.

Ihre Verantwortlichkeiten

Hauptverantwortlichkeiten

  • Moderieren statt belehren – Sie leiten die Diskussion, nicht die Technik.
  • Raum schaffen – Psychologische Sicherheit schaffen und erhalten
  • Theorie und Praxis verbinden – Website-Inhalte mit inneren Erfahrungen verknüpfen
  • Gruppendynamik beobachten – Achten Sie darauf, wer sich beteiligt und wer Widerstand leistet.
  • Grenzen wahren – Wissen, wann professionelle Hilfe angebracht ist

Vorbereitung auf den Workshop

Wesentliche Kompetenzen

KompetenzWas es bedeutetWie man entwickelt
Emotionale IntelligenzMikroexpressionen des Unbehagens erkennenAktive Beobachtung üben
Neutrale AutoritätRespekt erlangen ohne technische MachtSchaffen Sie Glaubwürdigkeit durch Präsenz
SportkontextDruckmechanik verstehenLerne die Fachbegriffe und die Kultur des Pétanque kennen.
Verbales AikidoVerbünde dich mit dem Widerstand, bekämpfe ihn nicht.Üben Sie eine nicht-defensive Kommunikation
Wichtige Pétanque-Begriffe, die man kennen sollte
  • Carreau – Ein perfekter Stoß, der die Boule des Gegners verdrängt.
  • Bibber – Das „Jauchzen“ – unwillkürliches Zittern während der Freisetzung
  • Donnée – Das „Gegebene“ – das Terrain so akzeptieren, wie es ist
  • Portée - Werfen ohne Aufprall
  • Roulette - Rollender Schuss
  • Cochonnet - Die Zielkugel (Jack)

Physischer Aufbau: Der magische Kreis

Standortanforderungen

Kritische Einrichtung

Wählen Sie einen neutralen Ort abseits der Piste. Dies signalisiert einen Wechsel von körperlicher zu geistiger Arbeit.

Anforderungen:

  • ✅ Schalldicht oder privat
  • ✅ Angenehme Temperatur
  • ✅ Keine Ablenkungen (Handys aus)
  • ✅ Wenn möglich, natürliches Licht.
  • ✅ Vom Trainingsbereich getrennt

Die Kreiskonfiguration

Sitzplätze:

  • Ein perfekter Stuhlkreis
  • KEINE TISCHE – Tische schaffen Barrieren und verdecken die Körpersprache.
  • Alle Stühle auf gleicher Höhe (keine elektrischen Verstellmöglichkeiten)
  • Der Koordinator sitzt im Kreis (nicht vorne).

Zentrumsobjekte:

  • Kugeln und Cochonnet in die Mitte legen
  • Verankert die Arbeit im Sport
  • Visuelle Erinnerung an das gemeinsame Ziel

Sitzungsstruktur (3-4 Stunden)

Phase 1: Grundlagen (60 Minuten)

1. Begrüßung & Grundregeln (15 Min.)

Der Gesellschaftsvertrag:

Der Container – Wesentliche Grundregeln

Bevor die Weitergabe von Informationen beginnt, muss die Gruppe Folgendem zustimmen:

  1. Vertraulichkeit – Was hier gesagt wird, bleibt hier.
  2. Die Vegas-Regel – Lektionen verlassen den Raum, Geschichten bleiben.
  3. Keine Reparaturversuche – Beobachten und verstehen, nicht versuchen, das Problem zu lösen.
  4. Recht auf Weiterkommen – Schutzbedürftigkeit darf nicht erzwungen werden
  5. Respektiere den Prozess – Vertraue dem Unbehagen.

Ihr Skript:

„Willkommen. Dieser Raum ist anders als die Piste. Hier erforschen wir, was in dir vorgeht, wenn du am Abschlag stehst. Alles, was du hier teilst, ist vertraulich. Die gewonnenen Erkenntnisse kannst du mitnehmen, aber die persönlichen Geschichten bleiben. Ihr seid nicht hier, um einander zu verändern – sondern um einander zu verstehen. Und ihr könnt jederzeit passen. Sind alle damit einverstanden?“

2. Aktivität: Die Check-in-Matrix (20 Min.)

Ziel: Das Eingeständnis von Müdigkeit oder Stress normalisieren

Materialien: Whiteboard oder Flipchart, Haftnotizen

Verfahren:

  1. Zeichne eine 2x2-Matrix: Hohe/Niedrige Energie (vertikal), Positiv/Negativ (horizontal)
  2. Jeder Spieler schreibt seinen Namen auf einen Haftzettel.
  3. Platzieren Sie die Notiz in ihrem aktuellen Quadranten.
  4. Diskussion: „Wir haben drei Personen in der Kategorie ‚Niedrige Energie/Negativ‘. Wie wirkt sich das auf unsere heutige Sitzung aus?“

Tipps zur Moderation:

  • Beurteilen Sie keinen Quadranten als "schlecht".
  • Frage: „Was braucht dein Körper jetzt gerade?“
  • Muster erkennen: „Ihr drei seid im selben Raum – was hat das zu bedeuten?“

3. Aktivität: Der Eisberg des Boule (25 Min.)

Ziel: Verborgene innere Gedanken visualisieren

Materialien: Großes Papier, Filzstifte

Verfahren:

  1. Zeichne einen Eisberg auf Papier
  2. Über Wasser: Schreiben Sie „Technik, Wurf, Ergebnis“ auf.
  3. Unter Wasser: Frage: "Was geht in deinem Kopf vor, das niemand sieht?"

Aufgaben:

  • „Wovor hast du Angst, wenn du zum Schuss antrittst?“
  • „Vor welchem Urteil haben Sie Angst?“
  • „Was sagt deine innere Stimme, wenn du daneben schießt?“

Die Erkenntnisfrage:

„Was passiert mit Ihrem Wurfarm, wenn die Unterwasser-Ausrüstung zu schwer wird?“

Dies stellt einen Zusammenhang zwischen mentaler Belastung und körperlicher Anspannung her (dem Bibber-/Jauchzer-Syndrom).

Häufige Reaktionen im Kontext von „Unter Wasser“
  • Angst, das Team im Stich zu lassen
  • Mach dir keine Sorgen, dumm auszusehen.
  • Zweifel an der Fähigkeit
  • Vergleich mit anderen
  • Druck, seinen Wert zu beweisen
  • Angst vor der Verurteilung durch Trainer/Teamkollegen
  • Hochstapler-Syndrom

Phase 2: Konzentriertes Arbeiten (90 Minuten)

4. Aktivität: Das Benutzerhandbuch (30 Min.)

Ziel: Empathie in die Praxis umsetzen – Teammitgliedern helfen, einander zu verstehen

Materialien: Arbeitsblätter (eines pro Spieler)

Vorlage für das Benutzerhandbuch:

AbschnittPromptBeispiel
Meine Stresssignatur„Wenn ich ängstlich bin, dann…“"...völlig still werden"
Wie man mit mir umgeht„Wenn ich einen entscheidenden Schuss verpasse, brauche ich...“„…Schweigen statt Ermutigung“
Meine inneren Gedanken„Die Lüge, die ich mir selbst erzähle, ist…“"...dass ich nicht gut genug bin"
Mein Trigger„Ich reagiere defensiv, wenn…“"...jemand stellt meine Schusswahl in Frage"

Verfahren:

  1. Geben Sie den Spielern 10 Minuten Zeit, um die Aufgabe in Stille zu lösen.
  2. Im Kreis herum – jede Person teilt sich EINEN Abschnitt.
  3. Andere können klärende Fragen stellen (keine Ratschläge!).
  4. Der Koordinator prüft jeden Anteil.

Moderationsskript:

„Das ist eure Bedienungsanleitung. Wenn eure Teamkollegen wissen, dass ihr in stressigen Situationen still werdet, nehmen sie es euch nicht übel. Wenn sie wissen, dass ihr nach einem Fehlschlag Ruhe braucht, versuchen sie nicht, euch zu ‚reparieren‘. So fördern wir die Teamintelligenz.“

5. Verbindung von Website-Inhalten mit inneren Gedanken (30 Min.)

Ziel: Technische Inhalte mit psychologischen Erfahrungen verknüpfen

Wählen Sie 2-3 Abschnitte von der Website der Akademie aus und erkunden Sie das innere Spiel:

Beispiel 1: Technik – Der Griff und das Loslassen

Die Vertrauensfrage:

"Wenn du in einem Turnier bei 12:12 stehst, fühlt sich deine Hand dann so an, wie es in der Technikbeschreibung beschrieben ist? Sind es die Muskeln, die sich verändern, oder der Gedanke 'Lass den Ball nicht fallen', der deinen Griff verändert?"

Das Mikrobeben:

Wer von Ihnen spürt das „Mikrozittern“ der Angst? Welcher innere Gedanke löst das aus?

Beispiel 2: Taktik – Zeigen vs. Schießen

Risikoprofil:

„Wenn im Leitfaden steht ‚Schießen Sie auf Sieg‘, reagieren Sie dann mit Begeisterung oder mit Furcht? Was sagt das über Ihr Verhältnis zum Risiko aus?“

Der Betrüger:

"Zeigst du jemals auf etwas, obwohl du weißt, dass du schießen solltest, nur um die Peinlichkeit eines Fehlschusses zu vermeiden? Was kostet diese Sicherheit?"

Beispiel 3: Ernährung – Wettkampftag

Die Komfortessen-Falle:

„Isst du, was dein Körper braucht oder was deine Angst verlangt? Woher weißt du den Unterschied?“

Moderationstechnik

Halten Sie keine Vorträge über den Inhalt. Stellen Sie Fragen, die die technischen Informationen mit ihren Lebenserfahrungen verknüpfen. Die Erkenntnisse kommen von ihnen, nicht von Ihnen.

6. Aktivität: Angst im Hut (30 Min.)

Ziel: Den Isolationskreislauf durchbrechen – zeigen, dass Gleichaltrige ähnliche tiefe Unsicherheiten haben

Materialien: Papier, Stift, Hut/Tasche

Verfahren:

  1. Jeder schreibt anonym über eine tiefgreifende Karriere-/Teamangst.
  2. Papier falten und mit Hut vermischen
  3. Jeder Spieler zeichnet eine Note (nicht seine eigene).
  4. Lies es laut vor
  5. Bestätigen Sie es: „Ich kann verstehen, warum jemand so empfindet, denn…“

Beispielhafte Ängste:

  • „Ich fürchte, ich habe meinen Leistungszenit erreicht und werde mich nie wieder verbessern.“
  • „Ich mache mir Sorgen, dass meine Teamkollegen mich für überschätzt halten.“
  • "Ich fürchte, ich werde im entscheidenden Moment versagen."
  • "Ich habe Angst, von jüngeren Spielern ersetzt zu werden."

Die Kraft: Wenn Spieler ihre geheime Angst laut vorgelesen und von Gleichaltrigen bestätigt hören, löst sich die Scham auf. Sie erkennen: „Ich bin nicht allein. Das ist normal.“

Rolle des Koordinators/der Koordinatorin:

  • Bestätige JEDE Angst als berechtigt.
  • Verharmlosen Sie nicht: „Das stimmt nicht!“ entwertet das Gefühl.
  • Frage: „Wie viele von Ihnen haben etwas Ähnliches empfunden?“

Phase 3: Integration (45 Minuten)

7. Aktivität: Den inneren Kritiker neu definieren (25 Min.)

Ziel: Kognitive Umstrukturierung – Veränderung des inneren Dialogs

Materialien: Arbeitsblatt

Verfahren:

Schritt 1: Den Kritiker identifizieren (10 Min.)

„Schreiben Sie genau den Satz auf, den Ihr innerer Kritiker nach einem Fehler von sich gibt. Nicht die höfliche Version – sondern die brutale.“

Beispiele:

  • "Du versagst immer."
  • "Alle sehen dir beim Scheitern zu."
  • "Du blamierst dich."
  • "Du gehörst hier nicht hin."

Schritt 2: Die Perspektive des inneren Coaches einnehmen (10 Min.)

„Schreibe das nun als deinen inneren Coach um – bestimmt, aber unterstützend.“

Beispiele:

  • Kritiker: „Du versagst immer.“ → Trainer: „Neustart und durchatmen. Nächster Versuch.“
  • Kritiker: „Alle sehen dir beim Scheitern zu.“ → Trainer: „Konzentriere dich auf das Ziel, nicht auf die Zuschauer.“
  • Kritiker: „Du blamierst dich.“ → Trainer: „Einen Versuch nach dem anderen. Du hast das schon einmal geschafft.“

Schritt 3: Partnerübung (5 Min.)

„Teilen Sie Ihren Coach-Satz mit einem Partner. Er wird Sie daran erinnern, wenn er den Kritiker in sich bemerkt.“

8. Brücke zur Piste (20 Min.)

Ziel: Erstellung umsetzbarer Protokolle für den Wettbewerb

Diskussionsfragen:

  1. "Was ist EINE Sache von heute, die du in deinem nächsten Wettkampf anwenden wirst?"
  2. „Woran werden deine Teamkollegen erkennen, dass du Unterstützung benötigst?“
  3. „Was ist dein Signal für ‚Ich brauche eine mentale Auszeit‘?“

Teamprotokolle erstellen:

SituationProtokollBeispiel
Nach einem FehlschussSiehe Benutzerhandbuch„Marc braucht Ruhe, Lisa braucht einen Faustgruß.“
Unter Druck stehenVerwenden Sie die Formulierung „Trainer“.„Neustart und durchatmen“
Spannungen im TeamAnruf-Timeout"Nehmen wir uns 2 Minuten Zeit."
Innerer Kritiker lautPhysischer ResetBoules berühren, tief durchatmen

Phase 4: Abschluss (15 Minuten)

9. Der Check-out (10 Min.)

Verfahren: Reihum erzählt jeder:

  1. Eine Sache, die Sie mitnehmen: „Welche Erkenntnis oder welches Werkzeug nehmen Sie mit nach Hause?“
  2. Eines, das du zurücklässt: „Was lässt du los?“

Rolle des Koordinators/der Koordinatorin:

  • Vielen Dank an alle Beteiligten für ihren Beitrag.
  • Die geleistete Arbeit überprüfen
  • Erinnern Sie an die Vertraulichkeit

10. Nachfolgeprotokoll (5 Min.)

Entscheidend: Sicherheitslücken vermeiden

Konzentriertes Arbeiten führt zu einem „Verletzlichkeitskater“ – Reue oder Scham über das Teilen der Erfahrung.

Ihr 24-Stunden-Protokoll:

  • Schicke innerhalb von 24 Stunden eine Nachricht an alle, die den Beitrag häufig geteilt haben.
  • Nachricht: „Vielen Dank für Ihren Mut gestern. Was Sie mitgeteilt haben, hat allen geholfen.“
  • Nachfrage: „Wie empfinden Sie die Sitzung?“

Abschlussskript:

„Was heute hier geschah, erforderte Mut. Ihr seid gekommen, ihr habt euch geöffnet, ihr habt dem Prozess vertraut. Denselben Mut werdet ihr auch auf die Piste mitbringen. Denkt daran: Die Lektionen verlassen diesen Raum, aber die Geschichten bleiben. Danke.“

Handhabungswiderstand

Der "zu coole" Athlet

Szenario: Ein Spieler verdreht die Augen bei einer Übung zur Verletzlichkeit.

Strategie: Verbales Aikido (Ausrichten und Drehen)

Skript:

„Ich sehe deine Reaktion, [Name]. Ehrlich gesagt, verstehe ich das. Über Gefühle zu sprechen, fühlt sich weich an. Aber die Situation ist unangenehm. Wenn wir mit dem Unbehagen in diesem Raum nicht umgehen können, trainieren wir auch nicht unsere Toleranz für das Unbehagen im Spiel. Kannst du mir 20 Minuten lang vertrauen?“

Der stille Teilnehmer

Szenario: Jemand hat seit 45 Minuten nicht gesprochen.

Strategie: Einen Einstiegspunkt mit geringem Risiko schaffen

Skript:

"[Name], ich merke, dass du alles aufmerksam aufnimmst. Was spricht dich bisher besonders an? Und sei es nur ein Wort."

Der Überteiler

Szenario: Jemand dominiert mit langen Geschichten.

Strategie: Sanfte Umleitung

Skript:

„Vielen Dank dafür, [Name]. Ich möchte sicherstellen, dass jeder genügend Raum hat. Lassen wir jemanden zu Wort kommen, der seine Geschichte noch nicht geteilt hat.“

Der Problemlöser

Szenario: Jemand versucht, die Probleme anderer zu lösen

Strategie: Grundregeln verstärken

Skript:

„Ich weiß es zu schätzen, dass Sie helfen wollen, aber denken Sie an unsere Regel: Zuhören und verstehen, nicht reparieren. [Sprecher], was brauchen Sie jetzt?“

Materialliste

Workshop-Materialien

Räumliche Gegebenheiten:

  • [ ] Stühle (6-8, keine Tische)
  • [ ] Boule und Cochonnet für die Mitte
  • [ ] Flipchart oder Whiteboard
  • [ ] Markierungen

Aktivitäten:

  • [ ] Haftnotizen (Check-in-Matrix)
  • [ ] Großformatiges Papier (Eisbergaktivität)
  • [ ] Arbeitsblätter des Benutzerhandbuchs
  • [ ] Papier und Stifte (Angst mit Hut)
  • [ ] Arbeitsblätter zum inneren Kritiker/Coach

Logistik:

  • [ ] Wasser für die Teilnehmer
  • [ ] Taschentücher (emotionale Arbeit!)
  • [ ] Timer (planmäßig einhalten)
  • [ ] Teilnehmerkontaktliste (für die Nachverfolgung)

Koordinator Selbstfürsorge

Du brauchst auch Unterstützung

Raum für Verletzlichkeit zu schaffen, ist emotional anspruchsvoll.

Nach dem Workshop:

  • Nachbesprechung mit einem Kollegen oder Vorgesetzten
  • Schreibe in dein Tagebuch, was dir dabei in den Sinn kam.
  • Machen Sie einen Spaziergang oder eine körperliche Pause.
  • Nimm ihre Geschichten nicht mit nach Hause

Wirkungsmessung

Unmittelbares Feedback

Fragen Sie zum Schluss:

  1. „Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sicher haben Sie sich heute beim Teilen gefühlt?“
  2. „Was würde die nächste Sitzung verbessern?“

Langzeitverfolgung

Nachkontrolle nach 2-4 Wochen:

  • „Haben Sie irgendwelche Werkzeuge aus der Werkstatt benutzt?“
  • „Wie hat sich Ihre Beziehung zu Ihrem inneren Kritiker verändert?“
  • "Was ist anders an Ihrer Wettbewerbsmentalität?"

Nächste Schritte

Auf diesem Fundament aufbauen

Dieser Workshop ist Phase 1. Bitte beachten Sie Folgendes:

  • Folgetermine (online oder persönlich)
  • Integration auf der Piste (siehe Leitfaden für die Trainingssitzung)
  • Teamprotokolle (Benutzerhandbücher im Wettbewerb anwenden)
  • Individuelle Check-ins (für Spieler, die mehr Unterstützung benötigen)